Pressemitteilung
Antwort auf kleine Anfrage zur Zukunft des Hauses für Industriekultur – Kulturpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN bemängelt Ausführungen
Die Zukunft des Hauses für Industriekultur, das sich seit den 1990er Jahren im Eigentum des Landes Hessen befindet und derzeit vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt verwaltet wird, ist nach wie vor ungewiss. Die Darmstädter Landtagsabgeordnete Hildegard Förster-Heldmann erhielt auf ihre Kleine Anfrage erst nach einer zweiten Fristverlängerung, insgesamt über drei Monate, eine Antwort des Ministers für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.
„Leider geben die Antworten auf meine Kleine Anfrage, in der ich Fragen zum Zustand und zur Zukunft des Hauses für Industriekultur in Darmstadt gestellt habe, keinen Hinweis auf die Bemühungen des Lands Hessens, das Haus zu erhalten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Weder geben die Antworten auf die Kleine Anfrage einen Hinweis auf eine mögliche Kooperation mit privaten Investoren noch auf eine Kooperation mit der Stadt Darmstadt. Das ist sehr schade, denn hier in Darmstadt haben wir uns durch die Antwort auf die Kleine Anfrage mehr Klarheit über die Zukunft des Hauses und die des Druckereimuseums erhofft. Es ist für mich kein Interesse erkennbar, dass das Ministerium konkret an einer Lösung für den Erhalt und die Öffnung des Hauses für die Öffentlichkeit arbeitet“, kommentiert Förster-Heldmann.
Die kulturpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion sorgt sich weiterhin um die Zukunft des Gebäudes, das auch im Kontext des Pallaswiesen-/Mornewegviertels (PaMo) eine wichtige Rolle einnimmt. „Vor Ort in Darmstadt arbeiten vielen Menschen aktuell an der Weiterentwicklung des PaMo-Viertels zu einem Wohn- und Kreativquartier. Hier gibt es ein großes gemeinsames Interesse an der Zukunft des Hauses für Industriekultur.“
Zum Hintergrund: Das Haus für Industriekultur ist seit Anfang der 1990er Jahre Eigentum des Landes Hessen und wird vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt verwaltet. Darin befindet sich die letzte weltweit betriebene kommerzielle Schriftgießerei samt zahlreichen Druckmaschinen und einer Lettersammlung, für deren Erhalt sich eine Lösung außerhalb von Darmstadt abzeichnet. Laut eines Gutachtens eines Berliner Ingenieurbüros bestehen erhebliche bauliche Mängel an dem Gebäude, die zu einer Schließung des Hauses geführt haben. Wie es mit dem Haus für Industriekultur weitergeht ist bisher ungewiss.
