31.01.2017

Kulturpolitik in Darmstadt und Hessen

Als stellvertretende Fraktionssprecherin und Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion für Kunst und Kultur ergeben sich daraus auch meine Kernthemen. In Darmstadt bin ich außerdem Vorsitzende des Kulturausschusses.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und freue mich immer über Ideen, Anregungen und Vorschläge!

 

In der Gruft der Stadtkirche Darmstadt

Kulturpolitische Erfolge und Zukunftsperspektiven der Darmstädter GRÜNEN  

Die kulturpolitische Arbeit der GRÜNEN bietet zahlreiche Perspektiven für die Zukunft. Die Errungenschaften der letzten Jahre in Darmstadt können sich sehen lassen: Die Sanierung des Mollerhauses und der Bessunger Knabenschule sowie die Etablierung des INTeF im Herzen der Darmstädter Innenstadt sind herausragende Beispiele. Auch das Projekt „Kultur einer Digitalstadt“ genießt seit Beginn meine volle Unterstützung.  

Eine der prestigeträchtigsten Errungenschaften unserer Darmstädter Kulturpolitik unter  Jochen Partsch ist zweifellos die Aufnahme der Mathildenhöhe in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes im Jahr 2021. Dies hat die Bedeutung Darmstadts als Kulturstandort sowohl national als auch international erheblich gesteigert.  

Zukünftig will ich die erfolgreiche kulturpolitische Arbeit vor Ort fortsetzen. Dazu gehören beispielsweise die Förderung von Kulturangeboten für Studierende und Auszubildende. Zudem wollen wir die Darmstädter Klubszene als wichtigen Bestandteil der vielfältigen städtischen Gesellschaft bewahren, ein theaterpädagogisches Zentrum gründen und sowohl die Stadtbibliothek als auch das Justus-Liebig-Haus sanieren. Das Literaturhaus wurde bereits kürzlich wiedereröffnet. Und diese Vorhaben repräsentieren nur einen Teil unserer umfassenden kulturpolitischen Agenda in Darmstadt.  

 

Kulturpolitische Arbeit der GRÜNEN in Hessen  

Die aktuellen Sparmaßnahmen, die undifferenziert angekündigt wurden, machen mir große Sorgen. An den Errungenschaften der Vergangenheit wollen wir festhalten und sie soweit möglich weiter fördern. 

  1. Masterplan Kultur: 
  • Mit einem partizipativen und transparenten Prozess wurde der Masterplan Kultur entwickelt, der verlässliche Rahmenbedingungen für die zukünftige Kulturentwicklung in Hessen schafft. Erste Umsetzungsschritte, wie der Abbau von Zugangshürden und die Stärkung der Resilienz von Kultureinrichtungen nach der Corona-Pandemie, sind bereits eingeleitet. 
  1. Kulturelle Teilhabe: 
  • Das Programm Kulturkoffer ermöglicht seit 2015 Kindern und Jugendlichen kostengünstige oder kostenlose Projekte in Musik, Theater, Tanz und Film. 
  • Das Programm LandKulturPerlen fördert die kulturelle Bildung in ländlichen Räumen und ist inzwischen in ganz Hessen etabliert. 
  • Die Mittel für Soziokulturelle Zentren wurden mehr als vervierfacht, wodurch ein vielfältiges Kulturprogramm in ländlichen Regionen angeboten werden kann. 
  1. Förderung und soziale Absicherung: 
  • Die Förderung der Freien Darstellenden Künste wurde seit 2014 fast verdreifacht. Eine Gagen-Untergrenze für Künstler*innen an Staats- und Landestheatern wurde eingeführt, die 300 Euro über der tarifvertraglich vorgesehenen Mindestgage liegt. 
  • Die Mittel für die Film- und Festivalförderung wurden erheblich gesteigert. Ein eigenes Stipendienprogramm rückt Frauen in Kunst und Kultur ins Rampenlicht. 
  1. Filmförderung:
  • Die unter Angela Dorn realisierte Filmförderung, hat Hessen als kleines, aber mutiges Filmland installiert und konnte die hessische Filmlandschaft stärken.
  1.  Documenta: 
  • Nach den Vorkommnissen der documenta 15 setzt sich die Grüne Fraktion für umfassende Strukturreformen ein, um Antisemitismus und Diskriminierung entgegenzuwirken. Ein Code of Conduct für die künstlerische Leitung der documenta wurde leider nur in abgewandelter Form umgesetzt.

Diese Erfolge unterstreichen das Engagement der GRÜNEN für eine vielfältige und inklusive Kulturlandschaft in Hessen und Darmstadt, die sich durch Nachhaltigkeit, Teilhabe und soziale Gerechtigkeit auszeichnet. Für die aktuelle Landesregierung aus CDU und SPD hat Kulturpolitik meiner Auffassung nach keinen besonders hohen Stellenwert. Umso wichtiger ist es, dass wir uns als starke Oppositionspartei in Wiesbaden weiterhin für die Belange der Kulturschaffenden, für die kulturellen Zentren vor Ort und für Hoch- und Subkultur in den Städten und Gemeinden in Hessen einsetzen.