Die angekündigte Schließung des offenen Kinder- und Jugendhaus „Huette“ sorgt für Kritik von verschiedenen Seiten. Eine Petition wurde ins Leben gerufen und die Zahl der Unterzeichnenden wächst stetig. „Das Ende des Jugendhauses wäre nicht nur ein großer Verlust für die soziale Jugendarbeit. Sie würde auch die ohnehin schon angespannte Lage von jungen Bands und Musikgruppen erschweren, einen Proberaum zu finden“, erklärt Hildegard Förster-Heldmann, GRÜNE Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Kulturausschusses. Aktuell nutzen sieben Jugendbands die Räumlichkeiten in der Kiesstraße.
In Darmstadt herrscht in diesem Bereich schon länger ein Mangel. Die Schließung der Alten Glasbläserei Ende September 2023, die ausschließlich Proberäume für Bands zur Verfügung gestellt hat und für die bislang noch kein Ersatz gefunden wurde, hat die Situation schon prekär werden lassen. Mit der drohenden Schließung der „Huette“ würde eine der letzten Möglichkeiten für junge Bands entfallen, einen Platz zu finden, an dem sie sich entfalten und entwickeln können. „Es ist wichtig, Wirkungsstätten für Bands zur Verfügung zu stellen, um für alle musikalische Entfaltung zu ermöglichen. Die kulturelle Entwicklung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen muss Bestandteil der Kultur insgesamt in unserer Stadt sein“, so Förster-Heldmann weiter.
In der immer dichter werdenden Stadt ist es essenziell auch Räume für Jugendkultur aktiv zu planen und entsprechend umzusetzen. „Genauso wie der neue Standort für die OHA-Initiative ein Baustein des kulturellen Standorts Darmstadts ist, genauso müssen Musikgruppen fester Bestandteil unserer Stadtgesellschaft sein“, fordert Förster-Heldmann. Für Jugendbands sind die Möglichkeiten ohnehin begrenzt. Die zentrale Lage der „Huette“ ermöglicht einfachen Zugang und auch die Möglichkeit, mit der Darmstädter Musikszene in Kontakt zu kommen und sich zu vernetzen.
„Es ist wichtig, die Kreativität junger Menschen zu unterstützen. Deshalb fordern wir den Kulturdezernenten und Oberbürgermeister Hanno Benz auf, aktiv daran zu arbeiten, dass Proberäume und Räume für Clubkultur gestaltet und ermöglicht werden“, so Förster-Heldmann abschließend.
