03.12.2025 Pressemitteilungen

30 Jahre nach Ernennung zum UNESCO-Weltnaturerbe: Grube Messel mit Bestnote ausgezeichnet

Die Grube Messel hat nach Ihrer Ernennung vor 30 Jahren als erstes Weltnaturerbe nun eine weitere Auszeichnung erhalten. Im Rahmen des World Heritage Outlook der International Union for Conservation of Nature (IUCN) wurde sie mit der Bestnote „good“ ausgezeichnet. Die IUCN ist die weltweit größte unabhängige Naturschutzorganisation, die sich aus Regierungs und Nichtregierungsorganisationen zusammensetzt.

„Die Auszeichnung für die Grube Messel belohnt die wichtige und konsequent gute Arbeit, die hier vom Land Hessen und aller beteiligten Institutionen vor Ort geleistet wird“, freut sich Hildegard Förster-Heldmann, Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Kunst & Kultur. „Besonders das Landesamt für Denkmalpflege Hessen ist hier hervorzuheben. Prof. Dr. Markus Harzenetter und Prof. Dr. Udo Recker haben die seit 2019 geltenden Grabungs- und Dokumentationsrichtlinien ausgearbeitet und somit maßgeblich dafür gesorgt, dass Denkmalschutz und Forschung hier Hand in Hand gehen“.

Mit der Benotung wird der Grube Messel bestätigt, dass die Werte der fossilen Lagerstätte in gutem Zustand sind und auch nicht zu erwarten ist, dass sie sich in naher Zukunft zum Negativen verändern werden. Die IUCN bescheinigt der Welterbestätte „hochwirksame“ Arbeit im Bereich Schutz, Forschung und nachhaltigem Management.

„Die Grube Messel unterstreicht mit dieser Auszeichnung einmal mehr, dass sie ein Weltnaturerbe von internationaler Bedeutung ist. Sie ist ein wichtiger Ort für Bildung und Wissenschaft und macht die Erdgeschichte für Besucher alle Altersgruppen greifbar. Mit immer neuen Angeboten, insbesondere für Familien, werden naturkundliche Themen spannend aufbereitet“, erläutert Förster-Heldmann.

Engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus der Region und deren Beharrlichkeit ist es überhaupt erst zu verdanken, dass aus der Grube keine Mülldeponie für die Rhein-Main-Region geworden ist. Anfang der 1970er Jahre gab es zahlreiche Klagen der Bürgerinitiative gegen das Vorhaben einer Deponie – am Ende mit Erfolg und einer, wenn auch verspäteten, Anerkennung für die ehemaligen Kläger. Im August 2010 wurde dann nach zweieinhalb Jahren Bauzeit das Besucher- und Informationszentrum eröffnet. Hildegard Förster-Heldmann ist dankbar für dieses Engagement: „Am Beispiel der Grube Messel sieht man wieder einmal, wie elementar der Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern ist – ob im Bereich des Naturschutzes oder anderswo. All diese Schätze vergraben unter Müll, das will ich mir gar nicht vorstellen“, sagt Sie abschließend

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