Der Großbrand, der am vergangenen Donnerstag bei der GSI in Wixhausen ausgebrochen ist, hat für großen Schaden und Entsetzen gesorgt. „Das Wichtigste ist, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind und dass der Brand, dank des großartigen Einsatzes der Feuerwehr und aller beteiligten Einsatzkräfte, unter Kontrolle gebracht werden konnte“, zeigt sich Hildegard Förster-Heldmann, Parteisprecherin der GRÜNEN Darmstadt und Landtagsabgeordnete, erleichtert. Messungen zufolge sind keine Gefahrstoffe ausgetreten, für die Bürgerinnen und Bürger bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.
„Bei meinem Besuch im letzten Jahr vor Ort konnte ich mich selbst von der effizienten Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche – von Infrastruktur über die Forschung bis hin zu den Beschleunigertechnologien überzeugen. Das GSI Forschungszentrum spielt eine extrem wichtige Rolle für den Wissenschaftsstandort Hessen und die internationale Forschungsgemeinschaft“, bekräftigt Förster-Heldmann.
Das Forschungsprojekt ist indirekt, durch Schäden an der Infrastruktur, vom Brand betroffen. Ein Gebäude auf dem GSI-Gelände, in dem der Linearbeschleuniger UNILAC untergebracht ist, wurde beschädigt. Dieser ist ein wichtiger Bestandteil von FAIR und die Schäden werden sich negativ auf den vorgesehenen Zeitplan des Projekts auswirken. Die anvisierte Testphase für Ende des Jahres, bei der die Zuleitung eines Experimentierstrahls von der GSI zum Teilchenbeschleuniger erfolgen soll, müssen laut GSI auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
„Das ist wirklich ein herber Rückschlag für die GSI und die Forschung insgesamt. Nicht nur wird hier seit Jahrzehnten Grundlagenforschung zur Materie und Sternenexplosionen betrieben. Es konnten auch große Fortschritte und Durchbrüche im Bereich Radiologie und Tumortherapie erzielt werden“, erklärt Förster-Heldmann. „Dieses Projekt ist eine bedeutende Investition in die Zukunft und wir werden das Forschungszentrum mit allem unterstützen, was uns zur Verfügung steht. Es ist essenziell, dass die Forschung an der GSI weiterläuft, sowohl für die Stadt, als auch für das Land Hessen.“
