„Es ist unsere Pflicht, die städtischen Kunstwerke für kommende Generationen vollständig zu bewahren und sie zugänglich zu machen“, so die Kulturausschussvorsitzende Hildegard Förster-Heldmann (GRÜNE). „Die städtische Kunstsammlung ist mit circa 30.000 Werken das kulturelle Gedächtnis unserer Stadt und ein Spiegelbild ihrer Geschichte. Sie zeigt, dass Kreativität, Kunst und künstlerische Schaffenskraft schon immer einen hohen Stellenwert in unserer Stadtgesellschaft hatten. Daher ist der Bau des Kunstdepots die konsequente Umsetzung von Anforderungen, die sich aus den vielfältigen und wertvollen Sammlungen ergeben.“
Die Kunstsammlung zu schützen, zu ordnen und zugänglich zu machen, ist auch Teil der UNESCO-Konvention zum Schutze von Kulturgut, der sich Deutschland verpflichtet hat. Aus der aktuellen Magistratsvorlage geht zudem hervor, dass das Depot sämtliche Archive der Darmstädter Kultureinrichtungen berücksichtigt und um Bestände des hessischen Landesmuseums ergänzt wird. Darüber hinaus hat das Land Hessen signalisiert, Depotflächen anzumieten.
„Der Antrag einer Stadtfraktion, das Depot nicht zu bauen, ist respektlos und kunst- und kulturfeindlich. Mit einer solchen Haltung wird die Solidarität unter den verschiedenen Kultursparten aufgebrochen und zur Disposition gestellt. Der Wert der Sammlung übersteigt die Baukosten um ein Vielfaches – vom ideellen Wert gar nicht zu reden“, so Förster-Heldmann.
