Die wohnungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion und Darmstädter Landtagsabgeordnete Hildegard Förster-Heldmann reagiert mit Unverständnis auf die Inhalte der Presseberichte über das Wohngebiet „An der neuen Bergstraße“ in Pfungstadt. Ein Schutz der Mieterinnen und Mieter muss besonders von Seiten der Politik höchste Priorität haben.
„Die betroffenen Mieterinnen und Mieter wohnen zum Teil schon seit Jahrzehnten in ihren Wohnungen. Hier müssen sich die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker ganz klar positionieren und das Gewohnheitsrecht zum Wohnen im Sinne der Menschen vor Ort anerkennen. Dass der Bürgermeister von Pfungstadt eine nachträgliche Anerkennung der Wohnungen kategorisch ausschließt, ist ein absolut falsches Signal in einer Region, in der die Situation auf dem Mietwohnungsmarkt so angespannt ist wie im Rhein-Main-Gebiet“, führt Förster-Heldmann aus.
Förster-Heldmann begrüßt das gemeinsame Engagement des Mieterbundes und des Wohnungskonzerns Vonovia für die Mieterinnen und Mieter vor Ort. „Wenn zwei Parteien wie Vonovia und Mieterbund, die sich andernorts sehr konfrontativ gegenüberstehen, im Sinne der Mieterinnen und Mieter agieren, begrüße ich das sehr. Spätestens jetzt müssten die Kreisverwaltung und der Pfungstädter Rathauschef in sich gehen und ihre Strategie überdenken. Mieterinnen und Mieter als „Störung und eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung* “ zu bezeichnen und einen jahrelangen Rechtsstreit auf ihrem Rücken austragen zu wollen, ist keine verantwortungsbewusste Wohnungspolitik. Der Schutz der Mieterinnen und Mieter vor Ort und die gemeinsame Suche nach Lösungen muss für Politik und Verwaltung oberste Priorität haben“, so Förster-Heldmann abschließend.
