10.05.2024 Hilde in Darmstadt

Tag des Buches: Kultur und Demokratie verteidigen!

Gegen das Vergessen: Am 10. Mai 1933 fand Berlin und 20 weiteren deutschen Universitätsstädten die studentische Bücherverbrennung statt. 

Diesen schrecklichen Teil der Vergangenheit und in der Geschichte Deutschlands dürfen wir niemals vergessen. Rechte Ideologien und Extremismus sind überall auf dem Vormarsch -das müssen wir JETZT stoppen. Wir müssen uns für die Demokratie und Vielfältigkeit unserer Gesellschaft stark machen und diese verteidigen! Claudia Roth, unsere GRÜNE Kulturstaatsministerin, hat es treffend formuliert: „Demokratie und Kultur sind zwei Seiten einer Medaille“. Erhalten wir uns also unsere bunte Kulturlandschaft und die Kunstfreiheit!

Zur Geschichte des 10. Mai – Tag des Buches:

Die Aktion im Jahr 1933 wurde von der Deutschen Studentenschaft (dem seit 1919 bestehenden Dachverband der studentischen Selbstverwaltung) initiiert. Die Beteiligten gehörten zu einem Großteil NS-Organisationen an und trugen entsprechende Uniformen. Unter den verbrannten Büchern fanden sich unter anderem Werke von: Heinrich Heine, Sigmund Freud, Thomas und Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Erich Kästner, Karl Marx, Kautsky, Kurt Tucholsky und Carl von Ossietzky.

Am 10. Mai 1947 erklärte der spätere Verleger Peter Suhrkamp vor Vertretern der vier Besatzungsmächte und der Parteien aus Ost- und Westdeutschland in Berlin: „Wenn heute der Tag des freien Buches proklamiert wird, ist das die Proklamation einer Forderung: das geistige Leben in allen Formen jedem Menschen zugänglich zu machen!“

Das heute in Darmstadt ansässige PEN-Zentrum @pendeutschland regte 1979 gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels an, den 10. Mai als „Tag des Buches“ als Erinnerungstag neu zu begehen.

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